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Minergie

Minergie® ist ein Qualitätslabel für Neubauten und modernisierte Altbauten. Hoher Komfort wird durch eine energieeffiziente und optional durch eine gesunde Bauweise erreicht. 
 
Grosse Fenster sorgen für komfortable Lichtverhältnisse in diesem Minergie-Haus in Uettligen.(msc) Der Verein Minergie wird von Bund, Kantonen und Wirtschaft gemeinsam getragen. Der Standard und das Qualitätslabel sind als internationale Marken geschützt. Das Label wird als Zertifikat für Gebäude ausgegeben, die neu erstellt respektive saniert einen entsprechenden Energienachweis erfüllen. Im Zentrum steht der Wohn- und Arbeitskomfort von Gebäudenutzern. Ermöglicht wird dieser Komfort durch eine hochwertige energieeffiziente Gebäudehülle und eine systematische Lufterneuerung. 
 
Das Label bietet vier Standards an: Minergie für eine breite Anwendung im Neubau- und Modernisierungsmarkt. Davon hebt sich der deutlich ambitiösere Standard Minergie-P ab. Der Minergie-A-Standard ist für Gebäude vorgesehen, die sich mit Energie (Wärme und Strom) vor Ort selber versorgen. Derweil zeichnet der Zusatz «Eco» zertifizierte Minergie-(P-, A-)Bauten zusätzlich in nachhaltiger und gesunder Bauweise aus.

Auf der Webseite von Minergie ist eine Datenbank mit den Minergie-Gebäuden, sortiert nach Typen (Wohnen, Verwaltung, Schule etc.). verfügbar. Ausserdem ist das Verzeichnis der Fachpartner und der Mitglieder erhältlich. Die Minergie-Module helfen zudem bei der Auswahl von einzelnen Bauteilen (Fenster, Türen, Wand und Dach, Leuchten, Sonnenschutz, Holzfeuerstätte).

 
Energieverbrauch
Minergie sichert auch eine verbesserte Werterhaltung des Gebäudes. Der Energieverbrauch gilt als Leitgrösse, um die geforderte Bauqualität zu bewerten. Dadurch ist eine zuverlässige Bewertung gegeben. Relevant ist zum einen die zugeführte Endenergie, das heisst die gesamte zugeführte Energie für Raumheizung, Wassererwärmung und Lufterneuerung. Zum andern wird der Heizwärmebedarf, als Qualitätsmass für eine energieeffiziente Gebäudehülle, bewertet.
 
Minergie-Häuser können aus unterschiedlichen Materialien gebaut sein: Neben dem häufig verwendeten Holz ist also auch Mauerwerk möglich - wie hier in Baltschieder (VS).Breite Akzeptanz
Der Baustandard Minergie geniesst eine breite Akzeptanz. Gemäss einer Studie der Zürcher Kantonalbank und dem Center of competence for responsability and sustainability der Universität Zürich liegt die aktuelle Verbreitung im Neubausektor bei über 20 %. Bauherrschaft und Planer sind in der Gestaltung, in der Materialwahl und in der inneren und äusseren Struktur eines Gebäudes völlig frei. In der Baubranche hat sich mittlerweile ein vielfältiges Angebot an Dienstleistungen und Produkten für Minergie-Bauten entwickelt. Zu den Anbietern zählen Architekten und Ingenieure, Hersteller von Materialien, Komponenten und Systemen. Die Breite dieses Marktes fördert die Qualität. 


Voraussetzungen
 
Die drei wichtigsten Voraussetzungen, um den Minergie-Standard zu erreichen, sind
  • eine dichte Hülle (damit auch bei Wind keine kalte Luft herein zieht)
  • eine hochwertige Wärmedämmung (damit im Winter die Wärme nicht durch Wände, Dach und Fenster verloren geht und im Sommer nicht hereinkommt)
  • ein mechanisches Belüftungssystem  (damit die Vorteile der Dichtheit und Wärmedämmung nicht wegen geöffneten Fenstern für die Frischluftzufuhr zunichte gemacht werden müssen)
Kompakte Bauweise
Wird das Haus zudem kompakt (würfel- respektive quaderförmig, d.h. mit möglichst wenig Aussenfläche im Verhältnis zum Volumen, bspw. ohne Erker und verspielte Fassaden) gebaut, wird ein so tiefer spezifischer Energieverbrauch erreicht, dass die Wahl der Heizenergiequelle zweitrangig wird. Erneuerbare Energien (z.B. Holz, Sonnenwärme oder Umgebungswärme mit Wärmepumpe) decken den geringen Bedarf klimafreundlich; auch bei Gas- oder Ölheizungen reduziert sich die Umweltbelastung deutlich. 

 
  
Text: Minergie und hausinfo
Bilder: hausinfo


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Letzte Aktualisierung: 16.05.2012


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